Steckbrief 

Montenegro

Ungefähr die Hälfte Montenegros liegt über 1000m hoch.
Fast 50 Gipfel sind sogar über 2000 m hoch
Der längste Sandstrand ist 13 km lang

Unsere Infos für 

Montenegro

 Reisende

Montenegro (serbokroatisch ЦрнаГора/CrnaGora [ˈt͡sr̩naː ˈɡɔra], albanisch Mali iZi) ist ein dünn besiedeltes gebirgiges Land an der Adria.
Die Hauptstadt von Montenegro heißt Podgorica (spricht man „Podgoriza“ aus).

Der Lovcen Nationalpark im Durmitor Massiv im Norden Montenegros und die Tara-Schlucht locken Wanderer und Enduristen. Die Schlucht ist die längste und tiefste Schlucht Europas

Im Süden von Montenegro gibt es lange Strände an türkisfarbenem Meer.

Und es gibt den Skutari-See: der größte See auf dem Balkan. Auch Lake Shkodra oder Skadar-See genannt. Mitten durch den See verläuft die Grenze zu Albanien.

Einreise nach Montenegro:

  • Anfahrt aus Kroatien: Die Grenze ist eine EU-Außengrenze, aber noch keine Schengen-Außengrenze (Raum des freien Grenzverkehrs).
  • EU-Bürger und Schweizer können ohne Visum mit dem noch 3 Monate gültigen Reisepass einreisen.
  • Die Grüne Versicherungskarte wird an der Grenze verlangt. Ohne diese muss eine teure zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden.
  • 0,5 Promille
  • Tempolimit im Ort 40 km/h und außerhalb 80 km/h
  • Tageslichtpflicht
  • Warnwestenpflicht
  • Anschnallpflicht

WICHTIG: Tempolimit unbedingt einhalten! Die montenegrinischen Polizisten stehen mit ihren Laserpistolen hinter jeder Ecke und kassieren auch Touristen ab!!!
Sprache:
Meist wird serbisch gesprochen, aber auch montenegrinisch, bosnisch, albanisch und kroatisch. Wir konnten uns überall gut auf englisch verständigen.
Schrift: lateinisch und kyrillisch .
Bezahlt wird in Euro. Da Montenegro nie eine eigene Währung hatte, wurde irgendwann einfach der Euro verwendet. Diese spannende Geschichte steht hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Montenegro_und_der_Euro
Montenegro ist seit 2006 unabhängig und seit 2012 offizieller EU Beitrittskandidat.
Kartenempfehlung: Montenegro Freytag und Berndt 1:150.000
Sehr gut gefallen hat uns der Reiseführer „Montenegro“ vom Michael Müller Verlag. Im Anhang sind 16 Wanderungen beschrieben.
Für Offroadtouren empfehle ich von MDMOT das Buch mit 13 Offroadstrecken http://www.mdmot.com/Offroad-Montenegro-Pisten.html


Die Küstenstraße ist sehr gut ausgebaut.
Die Straßenschilder und Nummernschilder der Autos sehen aus wie in Deutschland.
  • Einkaufen kann man in großen Supermärkten.
  • Wir kaufen eine 5 GB-Simkarte für 3,95€ im Telekom-Shop. Diese ist gültig für 15 Tage. (Stand Okt.2017)
  • 1 Liter Diesel kostet ca. 1,20 €

Ich empfehle vor der Weiterreise nach Albanien in Ulcinj nochmal alles (außer Obst und Gemüse) einzukaufen. Bier, Käse, Frischkäse und evtl. Kaffee würden wir nach Albanien mitnehmen.                                                                                                 

In Montenegro gibt es echt italienischen Kaffee.
Wer auf richtig guten Espresso steht, weiß was ich meine.

Klima und Reisezeit

Die angenehmsten Monate für Reisen an die Küste sind Juni bis September. Man kann im Meer baden und auch noch gut Wanderungen in die Berge unternehmen. Oktober bis Ende April sind weniger für Ferienaufenthalte an der Küste geeignet, weil fast alle Gasthäuser und Campingplätze geschlossen sind. In den alpinen Bergregionen gehen die Temperaturen im Sommer selten über 22°C. An der Küste kann es bis zu 30°C warm werden, die Wassertemperatur steigt bis auf 23°C.
Im Januar kann es im Gebirge bis zu -7°C kalt werden. Im Durmitorgebirge gibt es Skigebiete bis auf 2200 m Höhe.

Wir waren 2017 Ende September in Montenegro. Viele Campingplätze, Restaurants usw. waren da schon geschlossen. Im Gebirge fiel schon der erste Schnee, so dass wir unsere Motorradtouren vertagen mussten. Updates weiterer Reisen nach Montenegro findet ihr im Blog.

Camping und Stellplätze

Freies Stehen ist offiziell nicht erlaubt, wird aber außerhalb der Touristenregionen geduldet.
Entlang der Küste ist es auch in der Nachsaison sehr schwierig ein Plätzchen am Meer zu finden. Die Buchten sind entweder sehr steil oder zugebaut. Erst ganz im Süden wird die Küste flacher und südlich von Ulcinj stehen tatsächlich Kitesurfer in ihren Vans frei am Strand.

In der Küstenregion gibt es jede Menge Campingplätze. Die Kleineren sind meist nur mit einem handgeschriebenen Schild mit der Aufschrift „Autocamp“ gekennzeichnet und im Herbst schon geschlossen.

Auf dem Autokamp Tropicana Beach stehen wir direkt am Sandstrand. Der Velika Plaza bei Ulcinj ist fast 13 km lang und in der Hauptsaison ist da einiges los.

Im Süden Montenegros bei Ulcinj gibt es viele Campingplätze direkt am Strand mit lustigen Namen wie Safari Beach, Tropicana oder Miami Beach. Hier sind auch Ende September noch einzelne Restaurants und Bars geöffnet.

An der Rezeption erwartet uns Peter, der bei allen Fragen behilflich ist.

Auf den Campingplätzen am Velika Plaza bei Ulcinj kann man im Herbst direkt am Strand stehen. Etwas windig, dafür nur 10 m bis ins Wasser.

Hier übernachten wir mit Blick über die wunderschöne Bucht von Kotor.

Entlang der Bucht von Kotor suchen wir einen ruhigen Platz für die Nacht. Alle„Autokamps“ liegen direkt an der Hauptstraße und sind eher für kleinere Mobile geeignet. So landen wir in Kotor. Der Parkplatz ist mitten in der Stadt und die Übernachtung im Womo ist erlaubt. Am Wochenende ist es sehr laut. Bei der Ausfahrt am nächsten Morgen zahlen wir 20€.  

Unsere Highlights

Am langen Strand bei Ulcinj der Velika Plaza parken wir unser Wohnmobil direkt am Strand. Nach einem morgendlichen Bad in der Adria geht´s los: Erkundungstour mit den Mopeds.

Solana Ulcinj: Das Salinenareal zur Salzgewinnung ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet im Bojana-Buna Flussdelta. Wilde Flamingos, Pelikane und bis zu 280 Vogelarten sind zu sehen.

Beeindruckend sind die Angler-Plattformen, genannt "Kalimera".

Ausflug nach Valdanos: Wunderschöne Bucht mit ehemaligem Campingplatz und riesigen Olivenhainen. Wir sehen über 1000 Jahre alte Olivenbäume. Leckeres Olivenöl kaufen wir direkt beim Erzeuger.

Eine nette Motorradtour führt uns auch nach Stari Bar.

Dort lebt der angeblich älteste Olivenbaum der Welt: er ist über 2.000 Jahre alt.!  

Endurotour zum Skader-See: Von unserem Campingplatz am Strand von Ulcinj fahren wir die Straße nach Skader bis Vladimir. Dort biegen wir nach links ab in Richtung Skader-See.

Im Hintergrund sehen wir schon die albanischen Berge.

Wir halten immer wieder an, um zu fotografieren. Ende September sind unter der Woche kaum Autos auf dieser Straße unterwegs.

Eine kleine asphaltierte Straße führt am See entlang und bietet spektakuläre Ausblicke auf den See und die Berge am anderen Ufer.

Es ist sehr spannend, die kleinen Stichstraßen zum Seeufer hinunter zu fahren, durch Dörfer und an Gehöften vorbei. Obwohl die Straße (theoretisch!) asphaltiert ist, bieten uns die vielen Schlaglöcher und Schotterpassagen jede Menge Endurospaß.

Von Virpazar zurück nach Bar nehmen wir die gelb-grün eingezeichnete Straße über Sutoman und Tudemili durch die Berge. Die Aussicht auf die Berge ist wieder mal atemberaubend! Wir sind ganz erstaunt, dass im Hinterland auch am Ende des Sommers noch so viel Grün zu sehen ist.

Und die "Straße" eignet sich bestens für unsere Enduros: Schlaglöcher ohne Ende, Erdrutsche haben an vielen Stellen den Asphalt einfach weggeschwemmt, viele Schotterpassagen, viel Spaß!  

Ausflug nach Ada Bojana:
Vom Campingplatz aus fahren wir auf kleinen Straßen immer nach Süden am Strand entlang. Schotter und Sand wechseln sich ab. Kleine Wege führen vor bis ans Meer.

Auf einem Matschweg fahren wir mit den Mopeds durch eine der Datschen-Siedlungen am Fluss. Viele Häuschen sind selbst gebaut und fantasievoll gestaltet.

Weiter auf der R-17 geht es nach Ada Bojana, wo es entlang des Flusses Bojana viele Restaurants gibt. Dort essen wir leckeren, frischen Fisch und beobachten die vielen unterschiedlichen Boote. Ein richtiger Urlaubstag.

Rückreise durch´s Landesinnere:

Unsere Rückreise über Podgorica nach Sarajevo führt durch wunderschöne Berglandschaften. Auf der Straße von Podgorica nach Niksic M18/E762 sehen wir viele Geschwindigkeitskontrollen. Autos werden von den Polizisten herausgewunken und sofort abkassiert.

Ab Jasenovo fahren wir durch Hochebenen, saftige Weiden und kleine Dörfer.

In Pluzine biegen wir auf die kleine Straße ab. Wir fahren ca.9 km am gestauten Fluss entlang bis zum „Camp Vrbnica“, einem kleinen Campingplatz am Fluss. Natürlich sind da Ende Oktober nur noch Waldarbeiter zugange, aber wir dürfen trotzdem dort übernachten.

Ab Pluzine wird die Schlucht enger und wir durchfahren unglaublich viele Tunnel.

Leider ist es in den Bergen schon zu kalt, um Endurotouren ins Gebirge zu unternehmen. Aber wir wollen auf jeden Fall wiederkommen!

Entlang des Grenzflusses Piva fahren wir in Richtung Bosnien-Herzegowina.

Der Grenzübergang nach Bosnien führt über eine Brücke. Es herrscht wenig Verkehr und wir müssen an der Grenze nicht warten.

Und dann wird die Straße so holprig, dass wir für die 80 km nach Sarajevo tatsächlich noch 5 Stunden brauchen!

Wie´s in Albanien war, erfahrt Ihr hier:

Reisebericht Albanien

Karte

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