Steckbrief 

Kroatien

Die blaue Adria
Das Velebit Gebirge
Viele schöne Endurotouren

Unsere Infos für 

Kroatien

 Reisende

Unsere Infos für Kroatien-Reisende

Kroatien besteht aus dem langgezogenen Küstenstreifen entlang der Adria und aus dem größeren Teil im Landesinneren mit der Hauptstadt Zagreb. Zu Kroatien gehören insgesamt 1246 Inseln, von denen 47 dauerhaft bewohnt sind. Seit 2013 gehört Kroatien zur EU.

Die schnellste Anreise aus Deutschland über Salzburg –Villach – Slowenien -Rijeka ist auch die teuerste. Für Fahrzeuge über 3,5t braucht man in Österreich die GoBox und seit April 2018 in Slowenien die DarsGo. Mit der Maut für den Karawankentunnel kostet das dann ca. 70 Euro pro Strecke.

Einen kostenlosen Übernachtungsplatz gibt es in Trzic, Slowenien ca. 5km von der Autobahn entfernt.

Tempolimit auf Autobahnen für Fahrzeuge über 3,5t:
Österreich 80km/h
Slowenien 80km/h
Kroatien 90km/h
Innerorts in Kroatien 50 km/h
Während der Hauptreisesaison muss man auf die erlaubten Geschwindigkeiten achten, es finden häufig Kontrollen statt.

- Tageslichtpflicht von Ende Oktober – März
- Promillegrenze 0,5
- Warnwestenpflicht
- Landeswährung: Kroatischer Kuna:  1Euro =7,4 HKR (Stand 2018) 100 Lipa = 1 Kuna
- Diesel kostet ca. 10 HKR/Liter
Wir konnten an Tankstellen und auf Campingplätzen immer mit Karte zahlen und es gibt überall Geldautomaten, um Kuna zu ziehen.

Die Küstenstraße von Rijeka bis hinunter nach Starigrad-Paklenica E65 ist besonders schön, da sie fast immer ganz nah am Meer entlang führt. Sie bietet spektakuläre Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln und das unglaublich blaue Meer. Die Straße ist gut ausgebaut, aber wegen der vielen Kurven und Fotostopps sollte man viel Zeit einplanen.


Sprache und Infrastruktur entlang der kroatischen Küste: Die meisten Leute sprechen englisch oder deutsch. Die Infrastruktur entlang der Küste ist sehr gut aufgestellt. Es gibt überall Supermärkte und Tankstellen, deutsch- oder englischsprachige Ärzte und Apotheken, kleine Restaurants, viele Campingplätze, Geldautomaten etc.
Karten: Wir haben 2 Karten von freytag & berndt verwendet.
Kroatien Nord im Maßstab 1:200.000 und Dalmatinische Küste im Maßstab 1:150.000

Offroad-Touren: sehr coole Strecken findet Ihr bei http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html


Klima und Reisezeit

An der Küste Kroatiens herrscht Mittelmeerklima: Im Frühjahr von März bis im Mai ist es angenehm warm, kann aber auch mal regnen. Im Sommer ist es sehr heiß, aber an der Küste weht meist eine erfrischende Brise. Die Winter sind entlang der Küste sehr regenreich mit durchschnittlichen Tagestemperaturen um die 10°C. Im Norden und Nordosten Kroatiens herrscht Kontinentalklima mit heißen trockenen Sommern und kalten,schneereichen Wintern.
Die Bora ist ein sehr starker kalter Wind, der aus den Bergen an die Küste weht. Dadurch wird die Küstenstraße an manchen Tagen unbefahrbar für Motorräder und Wohnmobile.
Die beste Reisezeit für´s Endurofahren in der Küstenregion ist der Herbst. Im September, Oktober und bis Mitte November ist es nicht mehr so heiß und regnet kaum. Jedoch muss man im Herbst vermehrt mit sehr windigen Tagen rechnen.

Camping und Stellplätze

Die kroatische Küste ist in den Sommermonaten ein einziger großer Campingplatz. Jedes Stückchen Strand zwischen Straße und Meer wird zum „Autokamp“. Berichten zufolge findet man in den Sommerferien oft kaum einen Platz für Wohnmobil oder sogar Zelt. In den letzten Jahren waren wir immer erst ab Mitte September und im Oktober in Kroatien. Auf den dann noch geöffneten Campingplätzen konnten wir uns meistens einen Platz direkt am Strand aussuchen.
Die Restaurants oder Camping-Shops sind in der Nachsaison meist geschlossen.
Die Campingplätze an der kroatischen Küste sind in der Regel sehr gut ausgestattet. Das Wasser ist von guter Qualität. Überall gibt es Strom und Wifi, allerdings sind die Preise auch sehr "europäisch".
Um stressfrei Städte zu besuchen, lassen wir das Wohnmobil möglichst auf dem Campingplatz stehen und fahren mit den Mopeds.

Außerhalb der Saison gibt es hier Plätze mit Meerblick

Starigrad-Paklenica besteht aus den drei Orten Seline, Tribanj und Starigrad. Es gibt es mehrere Campingplätze, die als Basis für einen Ausflug in den Paklenica Nationalpark geeignet sind.
Hier sind auch in der Nachsaison noch Restaurants und Supermärkte geöffnet.

Leider ist Freies Campen außerhalb von Camping- oder Stellplätzen in Kroatien verboten. Übernachten im Fahrzeug ist generell verboten. Die Küste ist sehr stark besiedelt, so dass manchmal kaum Platz zum Parken bleibt.


"Autokamp Sirena" in Lokva Rogoznica bei Omis ist einer unserer Lieblingsplätze in Kroatien.

Unsere Highlights

Endurotouren in Kroatien

Bahnübergang bei Lic

1.Skigebiet-Tour

Von Crikvenica aus fahren wir auf kleinen Straßen in die Berge. Sobald wir die Küstenstraße verlassen, fängt der Endurospaß schon an:  Geflickte Teerstrecken, Schlaglöcher, Schotterabschnitte und steile, kurvige Sträßchen führen in die Berge.

Wir orientieren uns an den Streckenvorschlägen von MDMOT (Martin & Dana Knöpfle Offroadbücher), die uns schon oft tolle Strecken empfohlen haben: http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html
Die Route K9 „Alan Höhenweg“ (Kroatien Nord) führt uns durch den Wald auf eine wunderschöne Hochebene bis ins Skigebiet bei Lic.

Von oben sehen wir die Bucht von Rijeka

2. Endurotour zum Paklenica Nationalpark:

Im Zentrum von Starigrad folgen wir dem Schild "Veliko Rujno 10km" und fahren eine steile kleine Straße hoch in die Berge. Auf Schotterwegen erreichen wir mit unseren Enduros den Nationalpark Paklenica.

Wikipedia schreibt: "Der Nationalpark Paklenica ist ein Nationalpark im Gebirgsmassiv 30 km nordöstlich der Stadt an der und ca. einen Kilometer entfernt von Starigrad-Paklenica. Er wurde bereits im Jahre 1949 zum Nationalpark erklärt. Die höchsten Gipfel sind Vaganski Vrh mit 1757 m. i. J. und Sveto Brdo (1750 m. i. J.)

Paklenica bedeutet im Kroatischen „kleine Hölle“. Der Name entstand vermutlich aufgrund der rauen und steilen Karstfelsen, die zahlreiche versteckte Höhlen beherbergen und von der Sonne angestrahlt die Assoziation mit der Unterwelt erwecken. Eine alternative Erklärung führt den Namen auf die im Park häufig vorkommenden Schwarzkiefern zurück, deren Saft (Paklina) früher zur Imprägnierung von Booten verwendet wurde.

Die Gesamtfläche dieses Nationalparks beträgt 96 Quadratkilometer. Der Nationalpark bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und geschützte Tierarten: Braunbären, Luchse, Schlangenadler, Gänsegeier leben im Nationalpark. Daneben leben auch zahlreiche Reptilien im Velebit: giftige Hornvipern und Kreuzottern kommen im Karst Kroatiens relativ häufig vor.

Tolle Aussicht auf die Küste und das Meer.

Diese Tour führt durch wunderschöne Natur und fast ausschließlich Schotter. Eine ähnliche Tour beschreiben Dana & Martin Knöpfle in " Süd-Kroatien Offroadstrecken" von MDMOT. http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html

Eine breite Schotterpiste führt bis hinauf zur Hochebene mit grünen Weiden und vereinzelten Ferienhäusern. Da im Herbst keine der Hütten mehr bewirtschaftet ist, nehmen wir ein kleines Picknick mit.

3. Die Winnetou-Tour:

Eine weitere Tour von ca.50 km Länge durch die felsige Landschaft, die als Filmkulisse vieler Karl May-Filme diente, beginnt auch in Starigrad Paklenica. Auf der Küstenstraße in Richtung Zadar biegt man kurz hinter Modric links ab. Schon nach ca.1 km beginnt die Schotterpiste mit wunderschöner Aussicht auf Küste, Meer und die Berge.


War hier vielleicht die Original-Filmkulisse?

Diese Tour haben wir gefunden in: „Süd-Kroatien Offroadstrecken“ vom MDMOT. Dana & Martin Knöpfle beschreiben sie als Route K35. Diese Tour ist landschaftlich beeindruckend und bietet viele Fotomotive. Sehr empfehlenswert! http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html

4. Tour auf den Sveti Jure:

Von Makarska aus fahren wir mit den Motorrädern auf den zweithöchsten Berg Kroatiens, den Sveti Jure. Die Strecke ist gut ausgeschildert und man muss am Eingang des Biokovo Naturparks eine Eintrittskarte kaufen. Da es vom Strand aus 1762 m hoch geht bis zum Gipfel durchfahren wir unendlich viele Kurven und Kehren. Die Straße ist 23 km lang und durchaus endurotauglich mit einigen Offroad-Abschnitten, etwas Schotter und löchrigem Asphalt. Das steile Sträßchen ist teilweise sehr eng und wir sind froh, dass kaum Gegenverkehr unterwegs ist.

Feinster Kurvenspaß auf den Sv.Jure
Ute auf dem Sv.jure

Wir erfahren, dass während der Saison  sehr viel mehr Verkehr herrscht, da der Blick über ganz Kroatien natürlich alle Touristen lockt. Angeblich gibt es sogar Wohnmobile, die bis hinauf fahren...

Ausblick vom höchsten Berg des Biokovo-Massivs

5. Tagestour zur Insel Pag

Über eine große Autobrücke ist Pag mit dem Festland verbunden. Den ersten Teil der Tour müssen wir über die Landstraße 106 fahren. Bei Gorica biegen wir nach links ab und finden eine Schotterstraße bis zur Hauptstadt Pag.
Von Pag über Bosana führt eine kleine Straße mit Schotterpassagen am Meer entlang. Man hat einen wunderschönen Blick auf die kargen, fast weissen Felsen gegenüber.

Ganz am obersten Zipfel von Pag, hinter Novalja bis nach Stari Novalja gibt es eine echte Endurostrecke. Die Piste ist eigentlich als Mountainbike-Strecke gekennzeichnet und man kann durch den Steinbruch düsen! In "Süd-Kroatien Offroadstrecken" von MDMOT findet ihr diese Tour sehr gut beschrieben. http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html

6. Höhenwege:

Zwischen Omis und Makarska haben wir verschiedene Höhenwege entdeckt, die teils geschottert, teils schlecht asphaltiert sind. Sie verbinden die am Berg gelegenen Dörfer oberhalb der Küstenstraße. Von dort oben hat man grandiose Ausblicke auf das türkisfarbene Meer und die Inseln Hvar, Brac und Solta.
Man findet diese "Straßen" leicht, wenn man eine gute Karte hat. Ansonsten hilft wiedermal "Süd-Kroatien Offroadstrecken" von MDMOT . Dort sind einige Touren sehr ausführlich beschrieben.http://www.mdmot.com/Kroatien-Dalmatien-Offroad.html

Omis

Von Omis aus erkunden wir auch das kroatische Hinterland. Es gibt viele kaum befahrene Sträßchen, die uns durch Dörfer, an Bauernhöfen vorbei und durch die Berge bis an die Grenze zu Bosnien führen.

Weitere Reiseberichte findest Du hier: Reisebericht Albanien

Karte

Mehr Reiseberichte lesen:

Griechenland im Herbst Reisebericht Teil 2

Und Mitte November wurde es dann doch noch kalt
Jetzt lesen

Werkstattbesuch in Griechenland

Jetzt lesen

Reisebericht Griechenland im Herbst Teil 1

Ein wunderschöner Herbst im Süden Griechenlands Teil 1
Jetzt lesen