Steckbrief 

Griechenland

Antike Tempel und Götter
Türkisfarbenes Meer und unzählige Strände
Gebirge, Schnee und Wald

Unsere Infos für 

Griechenland

 Reisende

Infos:
Griechenland griechisch Ελλάς, Ellás ‚Hellas liegt am Mittelmeer und besteht aus dem griechischen Festland und unglaublich vielen Inseln
77% des Landes ist Gebirge
Staatsreligion ist griechisch-orthodox
Die Hauptstadt ist Athen
Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt immer 1 Stunde


Anreise:
1. Bei der Anreise mit der Fähre über Italien bleibt man innerhalb der EU.
2. Anreise über Kroatien, Montenegro und Albanien: Grüne Versicherungskarte für Montenegro und Albanien mitnehmen!
Verkehr:
0,5 Promille
Reservekanister sind offiziell verboten
Tempolimit für große Wohnmobile im Ort 40 km/h und außerhalb 80 km/h
VORSICHT im Kreisverkehr gilt rechts vor links!!! D.h. Vorfahrt hat, wer in den Kreis reinfährt!!!
Warnwestenpflicht
Feuerlöscher-Mitführpflicht
Sprache
:
Gesprochen und geschrieben wird neugriechisch. Da viele Griechen englisch sprechen, ist die Verständigung auch auf dem Land einfach.
Ein paar Wörter auf griechisch:
Efkaristo
= Danke
kalimera = Guten Morgen
jassu oder jassas = Hallo
jammas = Prost

Unsere Kartenempfehlung:
Griechenland Freytag und Berndt 1:500.000
Peloponnes  Freytag und Berndt 1:150.000

Ein sehr spannendes Buch, um Land und Leute besser zu verstehen ist die "Gebrauchsanweisung für Griechenland" von Martin Pristl. Die einzelnen Kapitel eignen sich prima zum Vorlesen.

Der Reiseführer "Peloponnes" vom Michael Müller Verlag hat uns sehr gut gefallen. Er enthält in der Umschlagseite gute Übersichtskarten über die einzelnen Regionen und ist übersichtlich strukturiert. Die Infos sind ausführlich genug, aber nicht zu lang.

Kleine Läden, wo wir Brot und Gemüse kaufen können gibt es immer. In den größeren Orten auf der Peloponnes gibt es meist größere Supermärkte:
LIDL führt viele deutsche Produkte und sehr gutes Brot. SKLAVENITIS führt griechische Produkte und hat eine sehr gute Frischfleisch-Theke.

Hunde in Griechenland
Leider trifft man außerhalb der Städte öfter auf „freilaufende“ Hunde. Diese Hunde sind nicht „wild“ wie z.B. in Rumänien, sondern haben die Aufgabe eine Schafherde oder ein Gehöft zu bewachen. Die tun auch nur ihren Job und versuchen vermeintliche Eindringlinge zu vertreiben. Für Radfahrer kann das aber gefährlich werden,wenn die Hunde nach den nackten Waden schnappen. (Zumindest für Schisser wie mich erscheint das höchst gefährlich). Beim Radfahren auf dem Land ist es ratsam immer einen langen Stock dabei zu haben. Meist reicht es schon, den Stock zu zeigen, damit der Hund den Schwanz einzieht.
Beim Motorradfahren reicht oft beherztes Gasgeben oder notfalls ein Tritt mit dem Stiefel.

Reparaturen am Auto und Motorrad können in Griechenland sehr viel günstiger durchgeführt werden, als in Deutschland. Ersatzteile kosten evtl. gleich, aber das Lohnniveau ist wesentlich niedriger. Wir waren in Argos/Peloponnes in einer Mercedes LKW Werkstatt und waren äußerst zufrieden.
Reparaturen am Wohnmobil werden sehr professionell erledigt von: Zampetas Camper Stop in Thessaloniki-Peraia
Mehr dazu findet Ihr im BlogPost Werkstattbesuch in Griechenland.

Klima und Reisezeit

Das Klima in Griechenland ist mediterran: trockene, heiße Sommer und milde, regenreiche Winter. Der Norden ist feuchter und grüner als der Süden.
Im Winter ist es an den Küsten zwar feucht, aber relativ mild. In den Bergen dagegen fällt immer Schnee, sogar auf Kreta.
Hochsaison ist im Juli und August mit Temperaturen bis 40°C am Tag und 20°C in der Nacht.. Die Strände sind oft überfüllt, die Wassertemperatur steigt auf 24-28°C.
Wir haben Griechenland im Oktober und November 2018 bereist.
Unsere Erfahrungen mit dem Wetter im Herbst:
Die Tage sind schon recht kurz, aber noch bis zu 25°C warm. Bei Sonnenuntergang im Oktober um ca.19 Uhr wird es auch sofort kühl. Am Meer ist es oft windig, sodass wir selten abends noch draußen sitzen konnten.
Bei unserer Ankunft auf dem Peloponnes war das Meer noch badewarm mit ca. 20-22°C.
Peloponnes:
Anfang November haben wir tagsüber 22-23°C, so dass wir jeden Tag eine kurze Runde im Meer schwimmen können. Mitte November ist es schon um 17 Uhr dunkel (Zeitumstellung) und kühl, so dass wir abends die Heizung im Wohnmobil anschalten müssen. Morgens liegen die Berge im Nebel und die Blätter verfärben sich herbstlich.
Es kann auch mal 2-3 Tage am Stück regnen und an der Küste ist es sehr stürmisch.

Motorradtouren im Herbst: Wetter: Sehr gute Erfahrungen haben wir in Griechenland mit der App Wetteronline gemacht. Durch die ziemlich genaue stündliche Vorhersage können wir Motorradtouren in die Berge planen. Die Touren im Herbst müssen kurzfristig für regenfreie Tage geplant werden. In den Bergen ist es immer kalt, man muss immer warme Klamotten mitnehmen.
Da die meisten Touristen-Restaurants schon geschlossen sind, ist es manchmal schwierig Essbares zu finden. Also: Picknick und Wasser mitnehmen.
Es wird früh dunkel, deshalb kürzere Touren, als im Sommer planen.


Camping und Stellplätze

In Griechenland ist das "Freie Campen" grundsätzlich verboten und kann mit Bußgeldern bestraft werden.
Während des Sommers gibt es in Griechenland viele Campingplätze. Diese sind bestens geeignet für Zelte, Busse und kleinere Wohnmobile. Auf vielen Plätzen stehen Metallgestelle mit schattenspendenden Planen, die nur 3 m hoch sind.
Die Entsorgung der WC-Kassette und des Abwassers ist manchmal schwierig.
Frisches Wasser ist meist von sehr guter Qualität. Manche Campingplätze am Strand haben entsalztes Wasser, das dann nicht so lecker ist.
Ausgewiesene Wohnmobil-Stellplätze mit VE gibt es in Griechenland kaum, da es auch kaum griechische Wohnmobile gibt.

Wir haben Griechenland im Herbst besucht und festgestellt, dass Ende Oktober fast alle Campingplätze schließen. Es scheint an vielen Orten toleriert zu werden, wenn Wohnmobile für ein paar Tage stehen. Vor allem außerhalb der Saison gibt es wenig frequentierte Parkplätze am Strand mit Dusche und Taverne.
Wasser bekommt man auch an den öffentlichen Brunnen oder auf Nachfrage bei der Tankstelle.

Mit BigBlue auf dem Camping Argolic Strand

Campingplätze auf dem Peloponnes:
Wir nutzen die App Park4night. Alle Campingplätze sind darauf zu finden. Allerdings treffen die Angaben zu den Öffnungszeiten nicht immer zu. Wer sicher gehen will, sollte vorher anrufen.
Einige wenige bleiben ganzjährig geöffnet:
-Nord-West-Peloponnes:  Aginara Beach mit 4 Waschmaschinen (3 €)
-bei Nafplion: Argolic Strand, nur 1Waschmaschine (5€)
-bei Githion:  Mani-Beach
Für Überwinterer bieten diese Plätze ermäßigte Preise an.
Wir haben auf dem Peloponnes keine Waschsalons gesehen.


Unsere Highlights

Die Halbinsel Peloponnes ist für uns perfekt, da wir mit dem Wohnmobil meist am Strand stehen und die Gegend mit den Mopeds erkunden können. Es gibt viele Berge, auf die fast immer eine kleine Schotterstraße hinaufführt. Entlang der Küste gibt es viele kleine Sträßchen in Enduroqualität, die zu Entdeckungstouren einladen. Nach der Saison ist so wenig Verkehr, dass wir uns mit Womo oder Moped in unserem gemütlichen Tempo fortbewegen können. Stressfrei!

1. Die Ochsenbauch-Bucht
An der Westküste der Peloponnes bei Pylos liegen die Navarino-Bucht und die Voidokilia-Bucht mit der Burgruine Paleo Kastro und der Nestor-Grotte.

In der letzten Oktoberwoche sind tagsüber noch einige wenige Touristen am Strand, die aber nach Sonnenuntergang nach Hause fahren. Tagsüber ist es noch so heiß, dass wir in der geschützten Bucht ausgiebig baden können. Der Strand besteht aus feinem Sand und das Wasser ist absolut klar und türkisfarben.

Mit unserem Allrad-Mobil können wir auf den schmalen, sandigen Streifen zwischen Lagune und Strand fahren. Wir haben einen guten Blick auf die verschiedenen Vögel und die Fischerboote in der Lagune.

Am Abend erleben wir ein faszinierendes Schauspiel: über der Bucht sinkt die Sonne in spektakulären Gelb- und Orangetönen ins Meer. Und eine halbe Stunde später geht der Vollmond über der Lagune auf.
Wow, da sind wir platt!

Der kurze, sehr steile Aufstieg zur alten Burg ist schweißtreibend. Auf dem Weg nach oben werfen wir einen Blick in die Höhle, die durch eine Öffnung in der Decke mit der Ruine verbunden ist. Von der Burgruine aus hat man einen sehr guten Rundumblick auf Pylos, die Navarino-Bucht, den „Golden Beach“ und die Lagune. Wunderschön!

2. Die Mani

Die Mani ist sozusagen der „Mittelfinger“ der Halbinsel Peloponnes mit dem Kap Tenaro als südlichstem Punkt Europas. Die karge, bergige Landschaft schützte die Bewohner lange vor fremden Einflüssen.

Wikipedia Mani (Peloponnes): Keine der„Besatzungsmächte“ über die Jahrhunderte hinweg konnte jedoch die Maniaten unterdrücken, sie blieben immer frei, wild, unberechenbar und untereinander zerstritten, was sich in den teils sehr hohen maniotischen Wehr- und Wohntürmen ausdrückt. Familienfehden über Generationen hinweg drückten den Maniaten ihren Stempel auf. Gerade in diesem Landstrich wurden die Anfänge der griechischen Befreiung von der 400-jährigen Herrschaft des Osmanischen Reiches organisiert und gestartet.

Im Dorf Vathia sieht man die traditionellen Wohntürme der Mani
Umrundung der südlichen Mani bis zum Kap Tenaro mit dem Wohnmobil:

Wir genießen die gemütliche Fahrt durch die wilde Landschaft. Sehr eindrucksvoll sind die terassierten Anbauflächen und die typischen Mani-Dörfer.  Zum Glück ist im November fast nichts los auf den Straßen, manche Gegenden wirken wie ausgestorben. Also haben wir kaum Gegenverkehr in den engen Dörfern und kommen ohne Probleme überall durch.

Am Kap Tenaro, dem Ende der Halbinsel Peloponnes

3. Elafonisos

Die perfekte Urlaubs-Paradies-Insel mit dem perfekten halbmondförmigen Sandstrand und türkisfarbenem Wasser - ein Traum!

Mit der Fähre sind wir nach ca. einer halben Stunde auf der Insel im Hauptort Elafonisos.

Am Hafen gibt es viele Fischerboote und entlang der Uferpromenade scheinen noch ein paar Tavernen geöffnet zu sein. Auch eine Apotheke, die Post und mehrere Mini-Markets finden wir im Hauptort. Der Campingplatz Simos ist natürlich im November schon geschlossen.

Breite Sandstrände in der traumhaften Doppelbucht Sarakiniko- und Simos-Beach, 4,5 km vom Fährhafen entfernt, laden auch im November noch zum Baden ein. Es ist sehr windig, aber das Meerwasser hat noch 22°C.

Bei Kato Nisi gibt es den windgeschützteren Strand Panagitsa-Beach. Dort befinden sich viele Apartmenthäuser und einige geschlossene Tavernen und Mini-Markets. Alles ist verrammelt und vollkommen ausgestorben. Die verbliebenen Bewohner von Elafonisos sind offenbar alle bei der Olivenernte. Am Hafen gibt es viele Fischerboote und entlang der Uferpromenade scheinen noch ein paar Tavernen geöffnet zu sein.

Am südlichen Ende von Simos Beach, dem Traumstrand treffen wir auf 3 weitere Mobile und stellen uns dazu. Einen ausführlichen Reisebericht lest ihr hier: "Griechenland im Herbst"

Karte

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