Entgegen aller Warnungen wollen wir die ca.1000 km von Guelmim bis Dakhla in der Westsahara fahren. Das Territorium entlang der Atlantikküste wird von Marokko verwaltet, aber ein Teil der Bevölkerung strebt die Unabhängigkeit an. https://de.wikipedia.org/wiki/Westsahara

Unsere erste Etappe geht von Guelmim aus über Tan-Tan nach Tarfaya, ca. 150 km. Tarfaya liegt auf Höhe der Kanarischen Inseln liegt und es gab bis 2008 sogar eine Fährverbindung.

Im Januar 2020 ist die Straße bis Boujdour noch im Bau oder schlechtem Zustand. Auf dem ausgefransten Asphaltband kommen wir an den entgegenkommenden Lkws nur knapp vorbei. Es fordert vom Fahrer höchste Konzentration und Nerven auf der Straße zu bleiben, um die Reifen nicht zu beschädigen. Die Kanten sind hoch und scharf.

Kurz vor der Lagune Khenifiss in Akhfenir gibt es den verbilligten Diesel für 0,85 Dh/Liter. Wir füllen beide Tanks und können sogar mit Kreditkarte bezahlen.

In Tarfaya verlassen wir die N1 und nehmen die Küstenstraße bis zum Wrack der Kanaren-Fähre. In der Fischerhütte nebenan fragen wir den jungen Mann, ob wir hier übernachten können. Er erklärt uns in perfektem Französich, dass Touristen hier immer willkommen sind. Er zeigt uns auch, dass dieser Platz sehr sicher ist, da rechts und links Militärposten stehen und auf die Touristen aufpassen.

Dort übernachten wir am Strand mit Blick auf das Schiffswrack der 2008 gestrandeten Fähre.

2.Etappe: Tarfaya - Boujdour, ca.265 km. Die Strecke von Tarfaya nach Foum-el-Oued ist sehr schön. Immer wieder sehen wir Sanddünen und Kamelherden.
Am Ortseingang von Boujdour müssen wir unsere Reisepässe vorzeigen, die Kfz-Kennzeichen werden fotografiert.

Auf dem Campingplatz in Boujdour verbringen wir die Nacht. Es gibt am Nachmittag heiße Duschen, an der Rezeption funktionierendes Wifi, Stromanschlüsse und wir können Wasser tanken.


3.Etappe: die letzten 350 Kilometer von Boujdour bis Dakhla ist die Straße teilweise neu oder in sehr gutem Zustand und wir kommen schnell voran.

Am Ortseingang von Dakhla halten wir kurz an einen Supermarkt, der auf kleinstem Raum ein erstaunlich gutes Sortiment aufweist und wirklich alles vorrätig hat, außer frischem Gemüse. Ad-Blue bekommen wir aus dem Kanister in einer Autowerkstatt.

Dann fahren wir nach Westpoint an den Strand. Dort stehen schon mehrere Wohnmobile und Busse, es ist ein windiges Eck, optimal für Surfer. Aber wir bleiben trotzdem...

Wo kann man schon mal so nah am Wasser stehen?

Mit den Mopeds gehen wir auf Erkundungstour und fahren die gesamte Halbinsel und die Lagune ab. Leider ist es an vielen Stellen total vermüllt, dreckig, verwahrlost… nicht schön. Aber die Stadt Dakhla hat natürlich auch moderne Gebäude und schöne Ecken.

Besonders gefällt uns das Einkaufen im Souk. Es gibt viel frischen Fisch, eine große Auswahl an leckerem Gemüse, Obst und Brot. Wir werden von niemandem angequatscht, können in Ruhe umhergehen und alles betrachten…. Wie cool!

Die ganze Tour gibt´s natürlich auch auf Video:


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