Wir verlassen Europa:

In Tarifa, Südspanien, am Playa de los Llances suchen wir uns einen Platz für die Nacht.

Ganz am Ende des Strands steht Klaus in seinem Wohnmobil. Bei ihm kann man die Tickets für die Fähre von Tarifa nach Tanger kaufen. Ein Ticket kostet 240€, egal wie groß das Fahrzeug ist (Stand März 2018). Die Rückfahrt ist mit offenem Datum. Klaus erklärt uns auch ganz genau, wie das mit den Zollpapieren auf dem Schiff funktioniert. Und bei Klaus bekommen wir auch die besten Tipps für eine Marokko-Rundreise.
Vielen Dank, Klaus

Die Überfahrt von Tarifa nach Tanger ist die kürzeste Fährverbindung nach Marokko. Auf der kleinen schnellen Fähre gibt es nur wenige Plätze für hohe Fahrzeuge. Aber die Überfahrt dauert nur 35 Minuten.

Da es Anfang März noch regnerisch und sehr stürmisch ist, sind wir froh, als wir heil drüben ankommen. Die Einreise nach Marokko verläuft reibungslos. Keiner will unser Wohnmobil von innen sehen. Gleich nach der Zollabfertigung, noch vor dem Kreisverkehr fahren wir links auf den großen Parkplatz. Dort gibt es kleine Buden, wo wir erstmal 50 € in Dirham wechseln.

Da das Wetter in Tanger noch regnerisch und stürmisch ist, als wir ankommen, fahren wir auf der Autobahn gleich Richtung Süden. Die Autobahn kostet ein paar Dirham, aber wir kommen flott voran.

In Moulay-Bousselham gehen wir auf den Campingplatz. Er liegt an einer Lagune, dem Merja Zerga Nationalpark, wo wir viele verschiedene Vögel sehen und hören.

Wir stehen wunderschön unter Palmen und sind froh, den Sanitärtrakt nicht benutzen zu müssen.  

Gleich neben dem Tor des Campingplatzes ist ein kleiner Laden, wo wir eine Sim-Karte erstehen. Der Ladenbesitzer kennt sich schon gut aus mit den Wünschen der Touristen und schaltet die Karte gleich für uns frei. Wir stecken die marokkanische Simkarte in unser Modem und haben so unser eigenes Wlan im Womo.

Leider treibt uns das schlechte Wetter weiter nach Süden, so dass wir die Gegend nicht genauer erkunden können.
Von El-Jadida aus nehmen wir die Landstraße R301. Anfangs fahren wir durch hässliche Industriegebiete der Ölindustrie und es stinkt furchtbar. Danach führt die Strecke schön an der Küste entlang. Die Felder der Bauern reichen bis an den Strand. Das Meer ist sehr rauh und es ist sehr windig.

In Oualidia halten wir für die Nacht auf einem riesengroßen Womo-Stellplatz, der von französischen Womos besiedelt ist.

In Essaouira fahren wir erstmal zum Carrefour, wo man richtigen Käse und Bier kaufen kann. Die Alkoholabteilung ist vom eigentlichen Supermarkt abgetrennt, aber sehr gut bestückt.

In Sidi Kaouki sehen wir einige Womos und viele Surfer-Busse frei am Strand stehen. Es gibt Surfer-Cafes und viele junge Leute.

Wir bleiben auf dem Camping Kaouki Beach und erkunden mit den Fahrrädern die Gegend.

In Essaouira finden wir ein kleines Cafe mit Dachterasse und Blick auf´s Meer.

Tafraoute ist eine nette, kleine Stadt im Antiatlas-Gebirge, die sich schon auf die Bedürfnisse der Touristen eingestellt hat. Hier leben fast nur Berber. Es gibt viele kleine Geschäfte, in denen Teppiche, Schmuck und andere Souvenirs angeboten werden.

In der Palmerie am Ortsausgang stellen wir uns zu den vielen französischen Womos. Hier gibt es Ver- und Entsorgung für kleines Geld. Am Morgen kommt die Berberfrau und bringt uns Brot ans Wohnmobil.
Endurotour Schluchtentour

Die „Roches Paints“ liegen inmitten einer beeindruckenden Granitlandschaft oberhalb von Tafraoute.

Auf dem Hochplateau suchen wir uns einen schönen Platz für unser Womo und genießen diesen ganz besonderen,fast schon magischen Platz.

Es ist vollkommen ruhig, man sieht alle Sterne und den Mond. Kein einziges Flugzeug, keine Kondensstreifen am Himmel. Magic!

Und dann geht´s ab in die „Wüste“.

Über Tata fahren wir nach Zagora durch trockene,staubige Steinwüsten.

In Zagora landen wir auf dem Camping Sindibad, einem kleinen, ruhigen Campingplatz mitten in Zagora.

Wir stehen unter Palmen und treffen viele nette Leute. Die sanitären Anlagen sind sehr rustikal. Wir haben zum Glück einen vollen Tank und duschen im Womo.
Der Bierverkäufer bringt abends Dosen ans Womo. Gleich um die Ecke gibt es eine leckere Bäckerei und alle anderen Läden sind gut mit dem Fahrrad erreichbar.
Gut essen kann man im Cafe-Restaurant "ChezOmar". Das ist am Kreisverkehr, wo es von der Hauptstraße in Richtung Camping Sindibad geht.

Mit den Enduros fahren wir auf den fast 1000 m hohen Hausberg von Zagora, den Djebel Zagora. Von dort aus haben wir eine prima Aussicht auf die Stadt, die riesige Oase und das Draa-Tal.

Auf dem Djebel Zagora

Der heiße Wind bläst uns den Wüstenstaub in die Augen. Aber wir haben unglaublich viel Spaß!

Durch die riesige Palmenoase führen viele kleine Wege, die mit den Enduros gut zu fahren sind
Die Dörfer sind aus Lehmziegeln gebaut.

Nach 6 Stunden Fahrt von Zagora durch verschiedenste Arten von Steinwüsten erreichen wir Merzouga und Erg Chebbi.

An der Düne selbst herrscht Hochbetrieb: Spanier heizen mit ihren Jeeps durch den Sand und Franzosen probieren, wie weit sie mit ihren Quads die Düne hinauffahren können.

Sogar am Abend ist auf der Düne noch was los.

Und deutsche Touristen wandern durch den Sand.

Die marokkanischen Familien reiten auf Dromedaren in einer Reihe.

Der erste "Beduine" steht schon an der Fahrertür, bevor wir ausgestiegen sind...

Wir gehen auf den Campingplatz "La Rose du Sable“, wo wir direkt neben der Düne stehen.

Natürlich kann man rund um den Erg Chebbi auch einfach frei stehen. Mit den 6€ für den Campingplatz erkaufen wir uns eben auch die Ruhe vor den Verkäufern und bettelnden Kindern. Im Restaurant des Campings essen wir teure Tajine und trinken teures Bier von durchschnittlicher Qualität.

Sonnenaufgang über der Düne

Endurotour um den ErgChebbi

Tinerhir ist unser Ausgangspunkt für die Tour durch die Dades-und Thodra-Schlucht. Auf der Dachterasse eines Restaurants haben wir den Überblick über Tinerhir.
Im Supermarkt "Chez Michel" gibt es Bier zu kaufen.

Camping Ourti ist am Ortsausgang in Richtung Ouarzazate,direkt am Busbahnhof "Gare Routiere" gelegen. Praktisch, aber laut.

Man kann Ver-und Entsorgen

Endurotour Todra-und Dades-Schlucht

Ouarzazate: Der Camping La Palmerai in Tarmigte ausserhalb von Ouarzazate ist nur für Fahrzeuge bis 3,50 m Höhe gemacht. Wir kommen da net rein! Also gehen wir doch auf den Camping Municipal in Ouarzazate, der sich für einen Platz direkt in der Stadt als erstaunlich ruhig erweist. In Ouarzazate gibt es den ausgesprochen gut sortierten Supermarkt "Aswak", wo wir echten Käse und andere Leckereien finden. Es gibt kosmetisches Arganöl und Rosenwasser zu sehr günstigen Preisen. Im Supermarkt "Dimitri" gibt es Bier.

Mit den Mopeds gehen wir auf Erkundungstour ins Filmgelände.

Endurotour Ouarzazate - Tiz-n-Fedghat

Von Ouarzazate nach Marrakesch über den Hohen Atlas
Die Straße N9 gleicht einer großen Baustelle. Alle müssen über den 2260m hohen Tizi N´Tichka.

Wir erreichen Marrakesch am Samstagnachmittag und landen im totalen Verkehrschaos. Der empfohlene Parkplatz bei der Koutoubia-Moschee ist hoffnungslos überfüllt.

Auch stellen wir fest, dass nur das Stadttor beim Place Bab Jdid für große, hohe Fahrzeuge geeignet ist. Alle anderen Stadttore sind zu niedrig.

Zum Glück finden wir einen großen Parkplatz beim Place Bab Jdid (gegenüber dem Hotel Mamounia Palace), wo wir für 50 Dh/24 Std.stehen können.

Vom Parkplatz aus geht es zu Fuß vorbei an der Koutoubia-Moschee in die Innenstadt.

Viele Cafes und Restaurants haben eine Dachterasse. Von dort oben kann man in Ruhe das bunte Treiben beobachten.

Ein beeindruckendes Erlebnis ist für uns der Abend auf dem Place Jemaa el Fna:

Von den vielen Garküchen steigen uns leckere Gerüche in die Nase.

Es gibt unterschiedliche Verkaufsstände, Vorführungen von Gauklern und Musikanten, viele verschiedene Menschen.

Wenn man Fotos von den Gauklern macht, muss man auch einige Münzen in den Hut werfen.

Nachdem uns die Füße lahm sind vom Schlendern durch den Souk, holen wir uns Tickets für den roten Doppeldecker-Bus. Die Citytour kostet 190 Dh pro Person und wir können uns den ganzen Tag durch Marrakesch kutschieren lassen.

Zurück zum Parkplatz nehmen wir ein Taxi. Die "Petit Taxis" sind günstiger, als die großen. Wir verhandeln den Preis immer vor der Fahrt und zahlen zurück zum Place Bab Jdid immer 20-30 Dirham , zuzüglich Trinkgeld!
Einkaufs-Info:
Beim Carrefour an der Route d`Ourika gibt es Bier und viele andere Leckereien zu kaufen. Neben der Tiefgarage gibt es eine große freie Fläche zum Parken.

Ouzoud liegt eine Tagesreise von Marrakesh entfernt, am Rande des Hohen Atlasgebirges.

Das wunderschöne Tal von Ouzoud ist im Frühjahr saftig grün und voller bunter Blumenwiesen.

Wir erkunden die nähere Gegend mit den Fahrrädern und entdecken dieses wunderschöne Dorf aus Lehmhäusern.

Unsere Radtour führt uns zu „La Source“. Ein Ort, an dem marokkanische Familien am Wochenende gerne picknicken.

Etwas außerhalb des Ortskerns von Ouzoud liegt der Zebra Campingplatz. Er ist ruhig gelegen und im Restaurant kann man sehr lecker speisen.

Camping Zebra, Ouzoud

Vom Zebra Camping aus kann man wunderbare Mountainbike und Enduro-Touren unternehmen.

Wir besuchen den Markt in Ouzoud

Ouzoud: Endurotour durch Matsch und Lehm

Erkundungstour rund um Ouzoud:
Vom Camping Zebra aus erkunden wir die Berge und Dörfer der Umgebung. Paul überlässt uns GPS-Daten seiner „Huispiste“. Nach den starken Regenfällen der letzten Tage sind einige Wege supermatschig und sehr schwer zu befahren. Eine ähnliche Tour wird gut beschrieben in „Offroadstrecken Marokko“ http://www.mdmot.com/M23-Pauls-Hauspiste.html

Offroad von Beni Mellal auf  der P 3208 nach Ait Ougabli: Gemeinsam mit Paola und Igel im BigBlue unternehmen wir eine sehr abenteuerliche Fahrt durch die Berge. Da es in den Wochen davor ungewöhnlich viel geregnet hatte, war das nicht ganz einfach.

Das Video von unserer Tour zusammen mit BigBlue durch die Matschepampe findet ihr auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=7t3-W6e6KBA&t=2s

Weitere coole Reisevideos von BigBlue in Marokko gibt´s bei: https://grenzenlos2001.wordpress.com/2018/01/17/marokko-2018/

Unsere letzte Etappe auf dieser Reise führt uns nach Chefchaouen, der "Blauen Stadt"im Rif-Gebirge. Um auf den Campingplatz zu gelangen, müssen wir durch die Stadt den Berg hinauf fahren. Der Platz liegt am Waldrand gleich oberhalb der Stadt und bietet eine schöne Sicht über das ganze Tal.

Chefchaouen eignet sich prima zum Einkaufen, die Händler sind auf Touristen eingestellt. Allerdings muss man gut handeln können!

Die blaue Stadt ist ein Traum für Fotografen, hinter jeder Ecke wartet ein tolles Motiv.

Weitere Marokko-Fotos findet Ihr in meiner Bildergalerie auf Flickr.

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