Letzte Septemberwoche in Ulcinj, Montenegro: Wir stehen am 13 km langen "Velika Plaza" im Süden Montenegros, kurz vor der albanischen Grenze.Tagsüber hat es 25°C und ist sehr windig. Nachts wird es kühl und manchmal nieselt es leicht gegen morgen. Die Wassertemperatur beträgt ungefähr 20°C und wir sehen den ein oder anderen Mutigen im Meer baden.

Außer  uns stehen noch 8 andere Wohnmobile auf dem Campingplatz am Strand von Ulcinj.

Die meisten Restaurants haben schon geschlossen

Der Campingplatz "Tropicana Beach " wird Ende Oktober auch schließen, sobald keine Gäste mehr da sind.

Wir erleben jeden Abend wunderschöne rot-orange-gelb-gefärbte Sonnenuntergänge über dem Meer. Sobald die Sonne verschwunden ist, wird es empfindlich kühl, so dass wir schnell nach drinnen gehen.

Ende September herrschen optimale Temperaturen, um mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden.

Das Motorradfahren im weichen Sand ist eine anstrengende Herausforderung.

In der Markthalle in Ulcinj kaufen wir leckere Granatäpfel, süße Trauben, Feigen und sehr gutes Gemüse.

Endurotour Shkoder See

Wir fahren nach Ada Bojana, wo die Fischrestaurants am Fluß immer geöffnet haben. Mit den Mopeds düsen wir die leicht sandigen Pisten am Strand entlang.

Von Ulcinj geht´s weiter zur albanischen Grenze. Auf der Hauptstraße in Richtung Shkoder wird an mehreren Stellen gebaut und an der Grenze stehen wir ca. eine Stunde.
Dann fahren wir gleich weiter über Tirana und Elbasan zum Ohrid-See. Da in Elbasan die Straße für ein paar Stunden gesperrt ist, brauchen wir für die ca.270 km den ganzen Tag.


Die albanische Küste des Ohrid-Sees.

Pogradec-Korce-Erseke-Barmash-Leskovic-Petran:
Vom Ohrid-See fahren wir nach Korce. Einige Kilometer hinter Korce ist die neue ausgebaute Straße SH 75 zu Ende, es wird kurviger und recht bergig. Die Straßen sind teilweise sehr schmal, enge Kurven, Schlaglöcher, teilweise Schotter, löchriger Asphalt. Eigentlich eher eine Endurostrecke, aber mit einem robusten Wohnmobil durchaus befahrbar. Für die 160 km durch die Berge sind wir fast den ganzen Tag unterwegs. Die Strecke führt durch unberührte Natur, da diese Gegend lange Zeit undurchdringliches Grenzgebiet war. Wir treffen nur Ziegen, Schafe und deren Hirten. Die Strecke bietet tolle Ausblicke, wilde Berglandschaften und viele übriggebliebene Bunker.

In Leskovic folgt man den Schildern „Permet“ und kommt dann automatisch nach Petran, wo es zu den heißen Quellen geht.
Am Ortsende von Petran fahren wir über die Brücke. Danach zeigt ein Schild zur „Burimet Termale“ 6km.



Dort steht eine alte osmanische Bogenbrücke

Bei der „Benje“ sind gemauerte Becken mit schwefelhaltigem warmes Wasser gefüllt, die heilende Wirkung haben. Angeblich wird Paaren, die darin baden ihr Kinderwunsch erfüllt.

Einige VW-Busse, Landrover und Wohnmobile stehen dort. Es ist ein angenehm ruhiger Platz zum Übernachten und Sterne gucken.

Zum Grenzübergang „Tre Urat“ führt eine schnurgerade Straße. Der Fluss „Viosa“ trennt hier Albanien und Griechenland. Leider stören wir den griechischen Grenzbeamten gerade beim Mittagessen, aber nach genauer Kontrolle all unserer Papiere lässt er uns trotzdem durch.
Auf einer guten Landstraße sind wir nach 1 ½ Stunden dann in Ioannina.

Ioannina (sprich Ja´nina, Betonung auf dem 1.a) liegt am Rand des Pindos-Gebirges an einem See. Leider darf im See nicht gebadet werden,da das Wasser durch Dünger verseucht ist. Von Ioannina ausmachen wir eine spannende Tagestour mit den Motorrädern: Ioannina-Vikos-Schlucht-Zagoria-Dörfer

Ioannina- Meteora-Klöster

Eine wunderschöne Strecke führt durch die Berge über die alte Nationalstraße E92 über Metsovo nach Kalambaka.

Durch den Bau der Autobahn tief unten im Tal ist auf dieser Strecke kaum Verkehr.

Man fährt immer am Berg entlang und blickt in die Täler und auf die gegenüberliegenden Berge. Es ist recht kurvig, aber kaum Verkehr, so daß man ganz gemütlich vor sich hin zuckeln und die Aussicht genießen kann. Wir begegnen Ziegen, Schafen und Hunden, einem Radfahrer und zwei Motorradfahrern.

Für die ca.130 km Landstraße bis zu den Meteora-Klöstern brauchen wir 4 Stunden incl. Picknick und Fotopausen.

Die Meteora-Klöster - Ein ganz besonderes Erlebnis!

Von Kalambaka aus sehen wir schon die Meteora-Felsen

Die Klosteranlagen waren früher kaum zugänglich und wurden per Seilzug mit Lebensmitteln versorgt.

Heute werden noch 6 der Klöster von Mönchen und Nonnen bewohnt

Auch in der 2. Oktoberwoche sind einige Touristen da. Überall stehen Reisebusse an der Straße und Touristengruppen vor den Klöstern.

Mit den Motorrädern können wir zum Glück immer bis ganz nach oben fahren. Die Ringstraße um die Klöster herum ist ca. 15 km lang und alle paar Meter halten wir, um zu staunen und zu fotografieren.

Übernachtungsplatz beim „Guesthouse Arsenis“

Sehr ruhiger und angenehmer Womo-Parkplatz. Für den Stellplatz bezahlen wir nichts, dafür essen wir im Restaurant

Halbinsel Pilion:
Von Meteora aus fahren wir über Larisa und Volos auf die Halbinsel Pilion. Die Gegend ist auch im Herbst noch sehr grün. Der Mt.Pilion ist 1610 m hoch und es gibt sogar einige Skilifte. In der griechischen Mythologie ist der Berg die Heimat der Kentauren.

An der Westküste ist es im Oktober windig und es führen steile Sträßchen zu kleinen Buchten hinunter.

Die innenliegende Ostküste ist wärmer, das Meer ruhiger und die Küste flacher und besiedelter.

Wir fahren eine sehr enge und sehr steile Straße hinunter an den Strand von Kastri . Da der Campingplatz seit 30.09. geschlossen ist, können wir unser Womo direkt davor an den Strand stellen. Das Meer hat mit geschätzten 22 °C für uns noch Badetemperatur.

Pilion ist ein Traum für Endurofahrer. Auf den kleinen gelben Straßen gibt es keine 100 Meter ohne Kurve. Der Asphalt ist griffig. Außerdem gibt es viele weiße „Straßen“ zum Schottern ohne Ende. Im Oktober ist zwar kaum Verkehr, allerdings sollte man immer bremsbereit sein, falls ein Lkw oder Bus um die Kurve kommt. In den Sommermonaten scheint dort sehr vielmehr Verkehr zu herrschen.

Erkundungstour zum Südzipfel von Pilion

Erkundungstour zum Paltsi-Beach mit Offroad-Einlage:

Von Kastri aus fahren wir wieder zur Tankstelle in Promiri.  Auf der kleinen Landstraße geht´s erst mal runter zum Mourtia Beach. Von dort aus führt eine Schotterstraße über Patrichori bis nach Paltsi Beach. Sehr geile Enduropiste!  

Pilion Campingplätze im Oktober: Nach dem 30. September, dafür ganzjährig geöffnet sind „Sikia Camping“ und „Hellas Camping“ in Kala Nera.  Außerhalb der Saison scheint es toleriert zu werden, wenn Wohnmobile einige Tage am Strand stehen.
Kala Nera
, Camping Sikia auf der östlichen Seite von Pilion im Pagasitischen Golf. Auf dieser Seite ist das Meer ruhiger und es ist weniger Wind. Das Wasser in der Bucht ist Mitte Oktober noch herrlich warm.

Achtung Camping Sikia und Camping Hellas liegen direkt nebeneinander. Sikia ist etwas ungeeignet für hohe Mobile. Unser Womo hat leider einige Schrammen davongetragen.

Auf dem Weg nach Süden zur Halbinsel Peloponnes machen wir einen kurzen Abstecher nach Delphi. Wir wollen ein bisschen antike Kultur ansehen.

Von Pilion fahren wir weiter nach Volos und dann die Küstenstraße und Autobahn E75 immer an der Küste entlang in Richtung Patras. Hinter Amfissa geht´s dann in die Berge. Delphi liegt am Fuße des Parnass-Gebirges.

Im antiken Griechenland war Delphi eine der bedeutendsten Städte und ist heute Weltkulturerbe. Es gibt ein Museum,ein Stadion, ein Theater und viele Säulen und andere Fragmente antiker Gebäude zu sehen.

Am Nachmittag finden wir direkt vor dem Haupteingang einen Parkplatz an der Straße.

Von Delphi aus fahren wir ca. 10 km in Richtung Itea bis nach Kirra. Dort entdecken wir neben der Taverne „Zephyros“ einen ruhigen Parkplatz am Meer. Wir haben in der Taverne bescheid gesagt, dort gegessen und dann guten Gewissens dort übernachtet.
Von Delphi bzw. Kirra aus fahren wir weiter nach Patras und über die Brücke auf die Peloponnes. Wir bezahlen  8,60€ Maut.Weiter geht´s dann auf der E55 nach Westen immer entlang der Küste.


Peloponnes Mitte Oktober

Es sind noch erstaunlich viele Wohnmobile unterwegs. Wir treffen Österreicher, Deutsche, einige Holländer und Schweizer mit Schulkindern. Wir lernen, dass die Schweizer gerade Herbstferien haben. Die großen Campingplätze an der Küste haben noch geöffnet.Trotzdem können wir überall mit dem Womo direkt am Strand stehen, obwohl „Frei Stehen“ in Griechenland offiziell verboten ist. Oft gibt es an den Strandparkplätzen sogar Duschen und WCs. Wenn die Strandtaverne geöffnet hat, kann man sogar zum Sonnenuntergang Souvlaki und Bier genießen.

Wir fahren weiter in Richtung Pirgos bis Glypha:
Es geht zum Wäsche waschen auf dem wunderschönen Camping Aginara. Der Platz ist sehr gepflegt und auch für große Wohnmobile geeignet. Die Büsche sind voller Blüten und am Strand stehen Palmen. Die Badebucht ist sehr sauber und ein flacher Kiesstrand führt ins Meer. Das Wasser hat Badetemperatur und die Taverne auf dem Camping serviert sehr leckeres griechisches Essen. Auf dem Campingplatz gibt es 4 funktionierende Waschmaschinen zu je 3 €.

Mit frisch gewaschener Wäsche ziehen wir wieder an den Strand zur 10 km entfernten Taverne „Sakis“. Als wir ankommen stehen noch 5 andere Mobile auf dem Parkplatz.

Bei Sakis genießen wir den Sonnenuntergang mit einem Glas Wein,Tsatsiki und Souvlaki.

Wir gehen auf Erkundungstour mit den Mopeds zum Pinios Stausee und dem dahinterliegenden Erymanthos-Gebirge. Die holprige Straße führt über die Staumauer zu einem alten Pumpwerk. Mehr Fotos dazu findet ihr in meiner Fotogalerie "Lostplaces" auf Flickr.

Rund um die Haupt-Ausgrabungsstätte Elis gibt es viele braune Hinweisschilder zu kleineren "Archeological Sites“, die wir teilweise direkt per Moped anschauen können.
Es gibt entlang der Küste wieder viele kleine Wege durch die Oliven, die bis zum Strand hinunter führen. Sehr spannend!

Die „Thermal Springs“ in Loutra Kyllini sind leicht zu finden, da es stark nach faulen Eiern stinkt. Weitere Fotos von diesem verwunschenen Platz findet ihr in meiner Fotogalerie "Lostplaces".

Die Einheimischen reiben sich mit dem heilsamen Schlamm der Thermalquelle ein. Anschließend spritzt man sich mit dem Wasserschlauch ab.

Spieglein,Spieglein…..is da noch Schlamm an der Nase?

In Kastro finden wir diesen fantastischen Laden einer deutsch sprechenden Griechin. Hier gibt es alles!
Außerdem steht in Kastro eine alte Frankenburg auf dem Hügel, die man jeden Tag außer montags besichtigen kann. Von dort oben hat man eine schöne Aussicht und bekommt einen guten Überblick über das Umland.

Über Pyrgos fahren wir an der Küste entlang nach Süden zum „Paralia Elea“ oder Elia-Beach bei Kyparissia:

Am langen Sandstrand bei Elea auf einem großen „Wilden Campingplatz“ unter Pinien stehen viele Wohnmobile und Busse. Wir hören, dass im Sommer bis zu 3000 Zelte und Vans hier kampieren und viele Griechen ihren Urlaub hier verbringen.

Ende Oktober ist es ruhig, nicht mal der Bäckerwagen kommt mehr vorbei.

Hier gibt´s frisches Wasser
Die meisten Sommerlager sind verlassen.

Der Platz am Strand ist optimal als Ausgangspunkt für Endurotouren in die Berge. Wir treffen 2 andere Endurofahrer mit ihren KTMs und gehen gleich auf Tour. Entlang der Neda führen kleine Straßen in die Berge und zum Wasserfall. Mit den Mopeds fahren wir über die alte Bogenbrücke und folgen kleinen Schotterwegen, die nicht auf der Karte verzeichnet sind.

Eine weitere Tour führt uns rund um den Katafigio Agrias Zois hinauf zum Monastiri Aetos und bis zum Sendemast auf dem Gipfel. Die Strecke führt anfangs über Asphalt, beinhaltet aber dann aber sehr viele Schotterpassagen. Die Aussicht von oben auf die Küste und die schönen Strände ist grandios.

Wir fahren weiter über Kyparissia nach Süden zur "Ochsenbauchbucht", einem der vielen Highlights unserer Peloponnes-Reise:
Letzte Oktoberwoche, während der Olivenernte quälen unser armes "Monsterle" auf der schmalen Straße durch die Olivenplantagen in Richtung Strand. Da die Oliven ziemlich niedrig sind, können wir  nicht ausweichen. Jeglicher Gegenverkehr muss zur Seite fahren: die Pickups mit den Erntearbeitern und Olivensäcken, die weißen kleinen Mietautos der Touristen. Zum Glück sind die griechischen Autofahrer wie immer sehr cool. Keiner regt sich auf.

Aber die Quälerei lohnt sich: Voidokilia Beach in der „Ochsenbauch-Bucht“ liegt wunderbar windgeschützt, um mal wieder richtig zu baden. Ein paar Wohnmobile stehen zwischen Strand und Lagune. Mit dem Allrad können wir nach hinten durchfahren.

Dieser Platz ist unglaublich schön! Abends geht die Sonne über dem Meer spektakulär unter und eine Stunde später geht der Mond über der Lagune auf. Es ist ruhig, es stinkt nicht, Licht kommt nur von den Sternen, selbst das Rauschen der Brandung ist ganz leise… wunderschön.

Allerdings kommen jeden Abend direkt nach dem Sonnenuntergangs-Bier riesengroße Moskitos, die uns zur Flucht ins Mobil zwingen. Vom Fenster aus beobachten wir dann die Fischerboote und Vögel in der Lagune.

Eine steiler Aufstieg führt zur Höhle und der alten Burgruine hinauf. Von dort oben hat man einen sensationellen Ausblick über die Navarino- und die Voidokilia-Bucht.

Mit dem Fahrrad radeln wir rund um die Lagune, wo Flamingos und viele andere Vögel zu beobachten sind. Auch am „Golden Beach“ in der Navarino-Bucht sehen wir einige Wohnmobile am Strand stehen.

Nach diesen entspannten Tagen mit Urlaubsfeeling fahren wir weiter über Methoni bis nach Finikounda. Dieses windige Surferparadies ist Ende Oktober leider so stürmisch, dass wir schon am nächsten Tag weiterfahren, immer an der Küste entlang.

Die Fahrt über Koroni, Petalidi und Kalamata führt uns nach Lakonien und weiter auf die Mani. Hier ist das touristische Zentrum der äußeren Mani,  wo es in den Sommermonaten heiß her geht. Jetzt sind fast keine Touristen mehr da und die Einheimischen sind alle bei der Olivenernte.

Der Camping Kalogria in Stoupa liegt ca.100 m vom Strand entfernt im sehr ruhig unter Eukalyptusbäumen.

Der Betreiber des Platzes erklärt uns, dass er so lange geöffnet hat, wie Gäste da sind. Tagsüber ist auch er mit der Olivenernte beschäftigt.

Stoupa ist ein prima Ausgangspunkt für unsere Motorradtouren in die Berge. Gleich in Sichtweite ragt der 2407 m hohe Profitis Ilias in den Himmel, der höchste Berg des Taygetos-Gebirges. Leider können wir nicht bis zum Gipfel hinauf fahren, das letzte Stück ist nur für Wanderer zugänglich.

Die Endurotouren auf der Exo-Mani findet ihr hier: Äußere Mani.

Eine sehr, sehr schöne Offroad-Tour (die auch mit 4 Rädern gefahren werden kann) führt von Ag.Nikon hinauf zu einer Kapelle. Von dort oben blicken wir hinunter auf die Küsten der Mani und auf die Berge des Taygetos-Gebirges.

Diese Stichstraße ist einfach zu fahren, der Hin- und Rückweg beträgt ca. 20 km.

Es bietet sich an, oben zu picknicken oder evtl. sogar zu übernachten....

Es ist Anfang November und die Temperaturen sind optimal um mit den Motorrädern die Küstenstraße entlang zu fahren. Bei Itilo fahren wir in die Bucht von Limeni hinunter und finden tatsächlich eine geöffnete Taverne.

Selbst die neu errichteten Hotels und Apartments sind im landestypischen "Mani-Stil" gebaut und fügen sich gut in die Landschaft ein.


Auf der Mani sehen wir unzählige kleine und größere Kirchen und Kapellen. Sie sind teils kunstvoll verziert, werden aber oft dem Verfall überlassen.

Oft sehen wir auf den Gräbern Fotos aller Familienangehöriger.

Wir umrunden mit dem Wohnmobil die südliche Mani: Es ist gut, dass im November nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Die Straßen in den Dörfern sind zum Teil sehr eng, die Balkone oft in ca. 3 Metern Höhe... Wir kommen mit unserem "Monsterle" überall gut durch, solange keiner entgegenkommt.

Auf der südlichen Mani sind die Gräber so groß, wie Häuser.

Bei Gerolimenas sehen wir diesen typisch maniotischen Wohnturm.

Als wir durch das Dorf Ohia an die Küste fahren wollen, müssen wir das einzige Mal tatsächlich umdrehen.

Auf unserer Fahrt zum südlichsten Punkt der Mani sehen wir auf einem Hügel das Dorf Vathia. Laut Reiseführer ist es das beeindruckendste Dorf der ganzen Peloponnes und wurde einst von kretischen Flüchtlingen gegründet.

Das Kap Matapan oder Kap Tenaro liegt am "Ende der Welt", ist also der südlichste Punkt Griechenlands. Rechts kann man zum Leuchtturm wandern,links befindet sich nach der griechischen Mythologie der Eingang zum Hades.

Ab hier geht´s nur noch zu Fuß weiter

Wir essen was in der Taverne und setzen unsere Mani-Rundfahrt fort:

An der Ostküste fahren wir nochmal an Vathia vorbei über Lagia, Kokkala und Kotronas in Richtung Githio. Die Küste ist hier sehr steil, so dass wir keine gute Möglichkeit finden an den Strand hinunter zu fahren. Erst bei Skoutari wird es wieder flacher, aber da ist´s dann schon zu dunkel,um einen guten Platz zu suchen.

Am Ende des Tages landen wir auf dem Campingplatz Mani Beach kurz vor Githio.

Es ist einer der wenigen Campingplätze, die ganzjährig geöffnet haben. Die 5 Plätze ganz vorn mit Meerblick sind leider besetzt. Weiter hinten stehen die Dauercamper, die hier offensichtlich überwintern wollen. Wir packen gleich die Mopeds aus und gucken uns die Gegend an.

Githio/Gythion ist eine hübsche Hafenstadt am Lakonischen Golf. Hier ist im Sommer wohl einiges los. An der Promenade haben Restaurants ihre Tische draußen stehen und sogar jetzt sitzen ein paar Touristen dort. Wir erfahren, dass von Githio aus bis Anfang November die Fähre nach Kreta fährt.

Bei Skoutari entdecken wir diesen schönen Sandstrand.

Ein paar Kilometer nördlich von Githio liegt das Wrack des gestrandeten Frachters seit über 30 Jahren. Am Strand stehen ein paar Wohnmobile, die Strandbar ist leider geschlossen.

Natürlich statten wir auch dem verlassenen Hotel Lakonis einen Besuch ab. Das Hotel steht direkt an der Hauptstraße und verfällt seit 2002.
Weitere Bilder findest Du in meiner Fotogalerie auf Flickr"Lost Places".

Eine sehr schöne Endurotour führt uns heute ins bergige Hinterland von Githio. Es geht auf engen Schotterstraßen an Höfen vorbei und durch winzige Dörfer. Die Tour haben wir gefunden als G23 in "Offroadstrecken Peloponnese" von MDMOT.

Am Ende des südöstlichen Fingers der Peloponnes liegt die Badeinsel mit den Traumstränden: Elafonisos. Neben dem Fähranleger übernachten wir im Schilf. Die Milliarden Moskitos haben nur auf uns gewartet und fallen über uns her, sobald die Sonne verschwunden ist.

Am Morgen geht´s mit der Fähre nach Elafonisos und wir treffen andere Reisende mit ihrem Van.

Im Hafen von Elafonissos

Im Süden der Insel, 4,5 km vom Hafen entfernt liegt Simos Beach, wo schon 3 andere Mobile stehen. Da der Campingplatz auf der Insel geschlossen ist, werden die Wohnmobile hier toleriert. Es gibt weder Wasser, Strom noch Internet, aber die Umgebung ist sensationell!

Die Doppelbucht Sarakiniko- und Simos- Beach mit ihrem feinen Sand ist angeblich im Sommer die Party-Location schlechthin.

Baden im November - Wie cool ist das denn! Die Wassertemperatur in der Bucht beträgt ca. 21°C. Gebadet wird um die Mittagszeit, da am Nachmittag ein starker, kühler Wind aufkommt.

Einmal täglich radeln wir in die "Hauptstadt", wo es wieder Internet gibt und frisches Gemüse. Da wir immer erst nach 12 Uhr dort ankommen, ist das Brot jedes Mal schon ausverkauft.

Die Inselrundfahrt mit dem Fahrrad dauert weniger als eine Stunde. Am Kato Nisi Beach sind alle Ferienwohnungen verlassen, die Läden uns Bars über den Winter geschlossen.

Auf dieser paradiesischen Insel verbringen wir einige ruhige Tage mit Lesen, Radfahren, Schwimmen und Kochen. Wie Urlaub!

Sara und Tim, die mit ihrem Van auf dem Weg nach Asien sind, wünschen wir alles Gute! Es war schön mit Euch!

Als das Wetter umschlägt, verlassen wir unser Urlaubsaradies und fahren nach Monemvasia.

Natürlich wollen wir noch die Gegend ansehen und nehmen die kleineren Straßen durch die Berge. Und diesmal wird es sehr, sehr eng. In einigen Dörfern hängen die Balkone sehr tief und manche Kurven sind super eng.
Ich empfehle großen Mobilen die große rote Straße zunehmen, auch wenn das ein paar Kilometer mehr sind.

In Monemvasia gibt es auf dem Hafen-Parkplatz auch ausgewiesene Wohnmobil-Stellplätze. Kostenlos. Leider leuchten die Scheinwerfer die ganze Nacht. Aber es gibt Infrastruktur, d.h. Restaurants, Geschäfte und Touristenbusse.

Monemvasia steht auf einer Felseninsel mit der alten Unterstadt und den Ruinen der Oberstadt,die man nach einem sehr steilen Aufstieg besichtigen kann.

Hier spazieren Touristen aller Nationen herum. Von oben hat man einen fantastischen Panoramablick und Fotomotive gibt es satt.

Wir fahren weiter Richtung Nafplion, wo wir liebe Freunde treffen wollen.

Weiter geht´s hier mit Griechenland im Herbst Teil 2

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