Von unserem Campingplatz in Lettland sind es nur wenige Kilometer bis zur litauischen Grenze.

Wieder erhalten wir das Einreiseformular und die Abfrage zur Corona-Impfung per SMS aufs Handy, als wir uns der Grenze nähern. Der Weg durch Kaliningrad, das frühere Königsberg ist leider wegen der Pandemie für Touristen momentan versperrt.

Als wir in Klaipeda ankommen, entscheiden wir uns spontan die Kurische Nehrung anzuschauen. Diese sandige Landzunge ist auf litauischer Seite 50 km lang und zwischen 400 m und 3,8 km breit. Es gibt sogar eine 60 m hohe Düne mit einem Ausblick auf die russische Seite der Nehrung.

Wir stellen uns in die Schlange vor der Fähre und sind schon eine halbe Stunde später drüben. Für die Hin- und Rückfahrt über das Kurische Haff müssen wir mit unserem "Monsterle" 70 € berappen.

Auf der Parnidis Düne

Wegen der Sommerferien sind viele Einheimische unterwegs auf der Nehrung. Sie bevölkern die schönen Sandstrände und vor allem Parkplätze. So bleibt uns nur der "Parkplatz" auf dem "Nidos Kempingas", dem einzigen Campingplatz auf der Landzunge. Wir nehmen´s mit Humor und quetschen unser Wohnmobil zwischen die Zelte und Autos der Camper. Mit den Fahrrädern geht´s dann über die Nehrung:

Nun wollen wir noch die mittelalterliche Burg Trakai besuchen. Die liegt auf einer Insel und ist die einzige Wasserburg Osteuropas. https://www.trakai-visit.lt/de/die-inselburg/

In "normalen" Jahren finden hier Ritterkämpfe und Konzerte statt.

Da wir erst am späten Nachmittag dort eintreffen, sind nur noch wenige Besucher unterwegs. Auf dem See um die Burg sehen wir Segelboote, Tretboote und eine alte Galeere.

Wir schlendern noch durchs Städtchen mit den hübsch restaurierten Holzhäuschen und fahren dann die 35 km nach Vilnius.

Der Stellplatz "Camping Vilnius City" liegt am Rande des Stadtzentrums, leider an einer befahrenen Straße. Nachts braucht man auf jeden Fall Ohrstöpsel.

Gleich unten am Fluss beginnt eine sehr coole Mountainbike Strecke am Ufer entlang in Richtung Innenstadt. Man kann aber auch auf der Autobrücke über den Fluss Neris fahren und dann durch den großen Vingis Park. Durch den Park führen mehrere Rad- und Wanderwege.

Am Ende des Parks findet man ganz leicht die gut beschilderten Radwege ins Zentrum. Vilnius ist eine Fahrradstadt mit gut ausgebauten Radwegen. Vilnius ist eine multikulturelle, internationale Stadt mit vielen jungen Menschen: Englisch ist kein Problem.

In Vilnius gibt es über 30 katholische Kirchen, 40 Klöster und unzählige historische Gebäude.

Im Künstlerviertel "Unabhängige Republik Užupis" hängt die Kunst an Hauswänden und steht sogar im Fluss.

Hier trinken wir einen Kaffee und beobachten die vielen bunten Menschen.

Leider müssen wir wegen eine Notfalls in der Heimat unsere Tour um die Ostsee hier abbrechen.

Hier geht´s zu unserem Reisebericht Schweden

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