Nach den letzten Wochen auf der kargen Mani und den menschenleeren Dörfern und Stränden im Süden Lakoniens erscheint uns Nafplion europäisch modern.

Es gibt Lidl- und Sklavenitis-Supermärkte, viele Bäckereien, Boutiquen, Bars und Restaurants.

Hoch oben stehen die Palamidi-Festung und die Akronauplia-Festung. Ein Anziehungspunkt für viele Touristen und Reisegruppen.

Am Karathona-Beach stehen einige Mobile direkt am Strand. Wir stellen und dazu und treffen gleich andere Reisende. Es ist Mitte November, Sonnenaufgang ist um ca.7.30 Uhr und Sonnenuntergang schon um 17 Uhr.

Vom Karathona-Beach führt ein sehr schöner Weg entlang der Küste nach Nafplion.        

                        Mit den Fahrrädern sind wir schnell in der Stadt.  

Wir nutzen die voraussichtlich letzten schönen Tage im November für eine Motorrad-Entdeckungstour:

Entlang der Küste : Karathona-Beach – Tolo – Paralia Irion.
Dann entlang der Hauptstraße über Stavropodi  - Neoxori- Didima bis in die Bucht von Salanti.
Dann geht´s offroad durch das Wildlife Refuge Kanapista bis Pelei. Dies ist eine landschaftlich wunderschöne Strecke, auf der uns nur Ziegen und Schafe begegnet sind.

Es ist Mitte November, Sonnenaufgang ist um ca.7.30 Uhr, Sonnenuntergang schon um 17 Uhr. Das Meer ist für uns nun zu kalt zum Schwimmen. Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen und beobachten auf unserer Wetter-App wie die Kälte schnell nach Süden wandert.

Wie erwartet kommt nun doch noch die Regenzeit.

Wir sitzen 3 Tage lang im Regen mit sehr wenigen kurzen Regenpausen. Zum Glück treffen wir sehr liebe Freunde – gemeinsam leidet sich´s leichter.
Am 3. Tag sind wir (fast) stromlos:
- die Heizung geht nicht, weil das Gebläse Strom braucht.
- der Kühlschrank geht nicht, das Gefrierfach taut ab. Also gibt es zum Abendessen die aufgetauten Shrimps und das TK-Gemüse.
- Wir sparen abends am Licht und gehen früh ins Bett.
- Aufladen von Laptop, Handy, etc…unmöglich.

Also suchen wir uns einen Campingplatz. Von Nafplion fahren wir über Tolo an der Küste entlang und checken die Campingplätze. Geöffnet ist „Argolic Strand“ in Drepano direkt am Strand. Es gibt Platz für unser hohes Mobil, Strom, Wifi und eine Waschmaschine (5€). Mitte November ist der Platz angenehm ruhig. Allerdings sind durch die Feuchtigkeit Millionen von Moskitos unterwegs.

Wir nutzen die gute Internet-Verbindung auf dem Campingplatz gleich für die Recherche zum Thema Strom im Wohnmobil. Sehr gut, um alles von  Grund auf zu verstehen ist folgende Seite: www.cool-camping-wohnmobil.de/wohnmobil-stromversorgung. Sie erklärt sehr gut verständlich die unterschiedlichen Arten von Stromquellen für Womos, die verschiedenen Arten von Batterien und die ganzen Geräte, die da noch zwischengeschaltet werden. Weitere Details erfahren wir auf der sehr informativen Seite von www.amumot.de Hier lernen wir auch, wie wir mit dem Voltmeter messen können Wir stellen fest: die Batterien sind kaputt!

Paralia Salanti

Nach dem Regen kommt auch im November zum Glück wieder die Sonne heraus: 23°C, blauer Himmel …alles gut! Wir fahren an den Strand beim „Saladi Beach Hotel“.

Der große Hotelklotz und die Anlage drumrum stehen seit ca.35 Jahren leer.  

Alles Brauchbare wurde herausgerissen und der Rest zerfällt langsam oder wird von der Natur überwuchert.

Dies ist ein beliebtes Ziel für „Lostplaces-Fotografen“. Wir starten eine Expedition in das verlassene Hotel mit der riesigen Pool-Landschaft und der Minigolf-Anlage. Die Fotos dieser sehr spannenden Tour seht Ihr auf meinem Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=cSu508XQIYE&t=8s

Mit Paola und Igel, die mit ihren beiden Hunden im Big Blue wohnen, verbringen wir wunderbar entspannte Tage am Strand.

Gemeinsam besuchen wir antike Epidauros: Hier stehen Überreste eines antiken Kurortes und religiösen Zentrums der alten Griechen und Römer. Asklepios der Gott der Heilkunde wurde hier verehrt. Es gibt Überreste von Tempeln, Bädern und vielen anderen Gebäuden zu besichtigen.
Sehr beeindruckend ist der Besuch des berühmten Amphitheaters, das sehr gut erhalten ist.

Die Akustik ist in diesem antiken Theater sensationell gut. Wenn man unten in der Mitte eine Münze fallen lässt, können die Zuschauer in den oberen Rängen dies problemlos hören.

Wir haben das Glück, dass jetzt im Herbst nur wenige Reisebusse hierher kommen und wir gemütlich herumschlendern können.

Unser Übernachtungsplatz am Hafen von Ermioni

Wichtig: tägliches Scheibenputzen für Fotos und Videos ohne Fliegendreck.

Parkplatz in Galatas mit Blick auf Poros

Auf unserem Weg zur Halbinsel Methana machen wir einen Zwischenstop am Fischerhafen bei Galatas.

Methana ist eine Halbinsel vulkanischen Ursprungs und ist deshalb sehr grün und fruchtbar. Leider ist das Thermalbad schon seit vielen Jahren geschlossen.

Einige verfallene Gebäude erinnern noch an den früheren Kurbetrieb in Methana. Mehr solcher Fotos finden Interessierte in meiner Flickr Galerie LOST PLACES.

Wir finden einen schönen Platz am Hafen des Hauptortes Methana, neben einer kleinen Kirche und Fischerbooten. Wegen der unterirdischen Schwefelquellen im Meer riecht es streng nach faulen Eiern.

Zum Haareschneiden gibt´s ein Bier, da fällt das Stillsitzen leichter.

Wer mehr über Methana erfahren möchte, kann folgenden sehr schönen Bericht von Andreas Deffner über Methana lesen: http://www.peloponnes-urlaub.de/pages/reiseberichte/vulkanhalbinsel-methana.php

Gemeinsam mit Paola und Igel im BigBlue starten wir eine Inselrundfahrt und wandern zum erloschenen Vulkan.

Dann finden wir am Ortsausgang doch noch eine heiße Quelle und ein Becken in dem wir im warmen Wasser baden können. Hier bleiben wir!

Das Video von Paola über diese spannende Methana-Tour findet Ihr hier: https://www.youtube.com/watch?time_continue=10&v=ZLYCCrucrEs.

Weitere Reiseberichte von Paola und Igel, die mit ihrem BigBlue Griechenland besucht haben: https://grenzenlos2001.wordpress.com/2018/12/15/griechenland-2018/

Weiter ging unsere Reise dann in eine fantastisch gute Mercedes-Werkstatt und anschließend zu einer prima Womo-Werkstatt in Thessaloniki.

Hier geht´s zu Teil 1 unserer Reise durch Griechenland im Herbst 2018.

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